kurz vorgestellt: Vom analogen Plan zum intelligenten Leitungskataster

Für ein modernes Leitungskataster ist es unabdingbar, dass die Bestandsdaten digital und georeferenziert vorliegen. Doch viele Leitungsbestände existieren immer noch lediglich in analoger Form, als Plan, oder in gescannter Fassung als PDF oder Bilddatei. Oft herrscht keine Klarheit darüber, ob die Plandarstellung der Realität entsprechen. Der dadurch bedingte Aufwand, z.B. bei der Ausstellung von Leitungsauskünften, kann durch eine fachgerechte Digitalisierung der Leitungsbestände erheblich vermindert werden.

Doch allein mit „Digitalisierung“ ist es schwierig, einen umfassenden Überblick über das eigene Leitungsnetz zu gewinnen. Wirklicher Mehrwert entsteht, wenn Leitungsbestandsdaten „intelligent“ gemacht werden, indem sie in eine homogene Form durch die Verknüpfung der Geometrien mit Sachdaten überführt werden. Bekommen dabei die überführten Objekte auch noch eine jeweils eindeutige Bezeichnung zur Identifikation, gleicht dieser Schritt einer kompletten Inventarisierung Ihres Leitungsbestandes.

Dadurch ergeben sich vielfältige Möglichkeiten zur Recherche im Leitungskataster, zur Filterung der Kartendarstellung nach Eigenschaften der Objekte und erleichtern eine Reihe von Tätigkeiten im Rahmen der Verwaltung, des Betriebs und der Bewirtschaftung des eigenen Leitungsnetzes. Eine Darstellung z.B. aller Gegenstände des Schmutzwasserkanalnetzes, welche vor einem bestimmten Baujahr errichtet wurden, ist so mit kleinem Aufwand möglich.

Auch in Hinblick auf die Anforderung der Wartung und Pflege von Leitungsbeständen kann ein gut strukturiertes Leitungskataster unterstützen. So könnten Daten zu Schäden und Wartungen an die jeweiligen Objekte angefügt werden. Geschieht dies fortlaufend, sind auch rückblickend Aussagen zu bereits erfolgten Maßnahmen schnell möglich. Auch Aussagen über notwendige Investitionen in der Zukunft für die Berücksichtigung in den Haushalten lassen sich daraus nahezu per Knopfdruck ableiten.

Digitalisierung und Strukturierung von Leistungsbeständen vereinfacht Prozesse und schafft die Grundlage für eine zukunftssichere Netzbewirtschaftung.

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